Lohn & Brot, Frankfurter Str. 28, 36043 Fulda, Tel.: 0661-480045-40, Fax: 0661-480045-50
    

 

Lohn & Brot

+ Dienstleistungen

Projektgeschichte

Aus der Einsicht heraus, dass es in der Stadt und im Landkreis Fulda für eine spezielle Zielgruppe keine adäquaten Förderangebote gab, konzipiert die Arbeiterwohlfahrt in Kooperation mit der städtischen Streetwork das Projekt Lohn und Brot.

Ausschlaggebend dafür war eine steigende Anzahl an arbeitslosen Jugendlichen, die von den bisherigen Programmen für arbeitslose nicht mehr erreicht wurden, bzw. aus diesen Programmen heraus gefallen waren. Überwiegend handelte es sich dabei um junge Spätaussiedler deren Alltag gekennzeichnet war durch unstrukturierte Tagesabläufe, dem Hang zu Alkohol – und Drogenmissbrauch und einer überhöhten Gewaltbereitschaft. Für diese musste ein Angebot geschaffen werden. Damit wurden sie auch als eigene Zielgruppe anerkannt, was einen Paradigmenwechsel in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen bedeutete.

Um diese Zielgruppe zu erreichen, wurde unser Beschäftigungsprojekt gegründet. Die Jugendlichen erhielten pro geleistete Arbeitsstunde acht Mark und durften maximal 15 Stunden die Woche arbeiten. Die Beziehungsarbeit stand im Vordergrund. Darauf Aufbauend wurden individuelle Hilfen installiert.

Die Fahrradmanufaktur wurde am 14.04.1999 eröffnet. Zu Projektbeginn wurden die Jugendlichen durch die städtischen Streetworker direkt auf der Straße kontaktiert. Oftmals kamen sie in Begleitung des Streetworkers in die Fahrradwerkstatt um die ersten Kontakte herzustellen.

Als klassisches oder ursprüngliches Arbeitsfeld des Projektes sind neben der Tätigkeit in der Werkstatt die Renovierungsarbeiten aufzuführen. Diese standen zum Projektstart in den eigenen Räumlichkeiten in großem Umfang an. Im Rahmen dieser Arbeiten mussten die Jugendlichen verschiedenste Tätigkeiten durchführen. Wände mussten verputzt und gestrichen werden, Vorarbeiten für Elektriker und Installateure mussten durchgeführt, Böden mussten gelegt und Holzdecken montiert werden.

Dieses reichhaltige Angebot verschiedenster Tätigkeiten war von Beginn an ein Teil des Konzeptes und ermöglichte es uns auf die Eignungen und Neigungen der Teilnehmer einzugehen, ihnen eine berufliche Orientierungshilfe zu bieten und sie an arbeitsmarktübliche Bedingungen zu gewöhnen.

Seitdem wurden für das Projekt noch andere Tätigkeitsfelder erschlossen, wie z. B. Landschaftsgärtnerei, Reinigung und Pflege von Spielplätzen. Dadurch können die Jugendlichen in verschiedene Bereiche hineinschauen und dort ihre Fähigkeiten und Interessen entdecken.

In der Anfangsphase wurde das Projekt durch das Arbeitsamt Fulda, das städtische Jugendamt und Eigenmittel der Arbeiterwohlfahrt finanziert.

Im Juni 2005 wurden im Projekt 10 Plätze für jugendliche Leistungsbezieher für das Amt für Arbeit und Soziales eingerichtet. Diese wurden im Januar 2006 auf 16 erhöht.

Mittlerweile wird das Projekt durch das Amt für Arbeit und Soziales, das Jugendamt der Stadt Fulda, der EU sowie durch Eigenmittel der AWO finanziert.

 

 

Ein Projekt der Kreisverband Fulda Stadt und Land e.V.

        in Kooperation mit:

                       Europäischer Sozialfonds - Für die Menschen in Hessen   EU